WAZ, 28.08.1999
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Immer mehr internationale Konzerne schreiben ihre Stellen auch in Deutschland auf Englisch aus. Dann sollten Sie sich auch auf Englisch bewerben, rät Peter Umber, Fachreferent bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Frankfurt.
Auch auf deutsche Anzeigen wird häufig schon auf Englisch geantwortet. Insbesondere in den Bereichen mit neuen Technologien und internationaler Ausrichtung sind englischsprachige Bewerbungen üblich sagt Siemens-Sprecher Gerhard Hegmann.
Sony Europa empfiehlt, sich auf Stellen mit internationalem Bezug in englischer Sprache zu bewerben. Für die deutsche Niederlassung dagegen erwarte man deutschsprachige Bewerbungen. Keine Auswirkung auf die Chancen des Bewerbers hat die Sprache des Anschreibens bei der Commerzbank. Englisch ist bei uns sowieso selbstverständlich, heißt es in der Frankfurter Konzernzentrale, wo man auf die Qualität der Kandidaten und nicht auf die Sprache des Bewerbungsschreibens achte.
Generell raten Personalchefs, sich auf Deutsch zu bewerben, wenn nichts anderes im Inserat verlangt wird, und die Stelle in deutscher Sprache ausgeschrieben ist. Ausnahmen bestätigen die Regel: Der Asien- oder Nordamerikareferent eines Konzernchefs oder der Vertriebsleiter Fernost muss Englisch
können und darf das auch in der Bewerbung unter Beweis stellen.
Damit man sich mit seiner fremdsprachigen Bewerbung nicht blamiert, sollte man einige Regeln beachten. So beginnen beispielsweise englische, amerikanische und französische Lebensläufe mit dem Aktuellen und gehen dann zeitlich rückwärts. Briten und US-Amerikaner interessieren sich weniger für die frühere Position eines Bewerbers, als für die Aufgaben, die er bewältigt hat.
Beliebter als Arbeitszeugnisse sind in englischsprachigen Ländern die sogenannten Letters of recommendation. Das sind von möglichst wichtigen und bekannten Leuten unterschriebene Empfehlungen.
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