Warum man sein Arbeitszeugnis schreiben und bewerten lässt

Sie haben Fragen zu unseren Dienstleistungen oder möchten mehr über Zeugnistypen, Formulierungen und Analysen erfahren? Dann lesen Sie bitte die folgenden Seiten, die wir für Sie zusammengestellt haben. Sie erfahren, wie Sie ein Arbeitszeugnis richtig schreiben oder auch schreiben lassen, und welche Bestandteile ein Topzeugnis haben sollte. So erweitern Sie Ihr karriererelevantes Wissen über das qualifizierte deutsche Zeugnis und auch über das englische Zeugnis, welches man als Reference oder Letter of Recommendation kennt. Außerdem schaffen Sie sich dadurch eine bessere Grundlage für die Wahl unserer Services. Natürlich stehen wir Ihnen sehr gern kostenfrei vorab bei jeglichen diesbezüglichen Fragen zur Verfügung.

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Wir sind immer wieder erstaunt, wie wichtig selbst höheren Führungskräften im deutschsprachigen Raum ihr Arbeitszeugnis ist. Auch auf viele ausländische Manager, die vorübergehend in deutschsprachigen Gefilden arbeiten, übt das Arbeitszeugnis eine gewisse Faszination aus, sie erfreuen sich an der schriftlichen Bestätigung ihrer Erfolge und Leistungen. Immer wieder auch werden wir in Vermittlungsprozesse involviert, in denen Topmanager, vorwiegend mittelständischer Unternehmen, um ein gutes Arbeitszeugnis kämpfen.

Hier zwei Beispiele aus unserer Praxis, die untermauern, wie wichtig es ist, das eigene Arbeitszeugnis professionell schreiben oder prüfen zu lassen. Wir habe die Namen natürlich geändert und sie sind auch nicht wichtig - Fälle wie die beiden folgenden sehen wir regelmäßig.

Arbeitszeugnis-Beispiel 1:

Guido B., Sachbearbeiter Einkauf mit erster Berufserfahrung, hat sich beruflich verbessern können und ein Arbeitszeugnis bei seinem ehemaligen Arbeitgeber eingefordert. Ihm war klar, dass es wohl länger dauern würde, es zu bekommen, weil sein Ex-Chef nicht sehr erfreut war über seinen Wechsel. Also würde er wohl kaum mit Freude sofort das Zeugnis schreiben. Guido konnte seinen Ex-Chef sogar verstehen. Immerhin hatte sich Guido sehr gut eingeführt und war schnell zu einem geschätzten Leistungsträger geworden. Leider konnte man ihm keine Perspektive geben, weshalb er sich schließlich um eine interessantere Stelle bei einem anderen Unternehmen beworben und dort ein attraktives Angebot erhalten hatte. Als das Zeugnis einige Wochen nach Guidos Austritt eintraf, las Guido es und entdeckte einige Stellen, die ihm nicht so gefielen. Aber richtig schlecht erschienen sie ihm auch nicht, also ließ Guido es gut sein. Sein neuer Arbeitgeber hatte sowieso kein Zeugnis eingefordert.

Zwei Jahre später allerdings wird die Firma von einem Wettbewerber gekauft und Guido entlassen. Guido fühlt nicht wirklich getroffen, denn er ist jung, gut ausgebildet und hat einige Jahre Berufserfahrung gesammelt. Andererseits ist Guidos aktuelle Bewerbungssituation ganz anders als vor zwei Jahren. Guido ist jetzt arbeitslos und Unternehmen prüfen seine Unterlagen bei Bewerbungen plötzlich genauer. Oder bildet er sich das nur ein? Zwei Unternehmen laden ihn nicht mal zum Vorstellungsgespräch ein, obwohl Guido genau gepasst hätte. Schließlich bekommt Guido eine Einladung und der Personalchef befragt Guido zu dessen Tätigkeit bei seinem ersten Arbeitgeber.

Guido versteht das nicht so richtig, war nicht seine Leistungen beim zweiten Unternehmen viel wichtiger weil aktueller? Guido fasst sich ein Herz und fragt den Personalchef rundheraus. Dieser zieht Guido ins Vertrauen und teilt ihm mit, dass sein Arbeitszeugnis verheerend sei und man bei Sachbearbeitern, die zugleich eine Budgetverantwortung tragen, schon auf das Arbeitszeugnis schaut. Und wenn eines richtig schlecht sei, nun, dann gebe das Anlass zum Nachdenken. Guido ist schockiert, aber weiß jetzt wenigstens woran er ist. Er will versuchen, das Zeugnis nachträglich ändern zu lassen. Hätte er sich doch nur gleich durch Expertenrat abgesichert. Aber welches Glück hat Guido schließlich gehabt – wie viele Unternehmen spielen mit so offenen Karten, wie der freundliche Personalleiter es getan hat?

Arbeitszeugnis-Beispiel 2:

Urs S. war Topkader eines schweizerischen Unternehmens und berichtete direkt an den Verwaltungsrat. Als er durch einen renommierten Personalberater eine neue Topmanagementposition bei einem größeren Konzern erhält, beauftragt er seinen Anwalt, das Arbeitszeugnis seines nun ehemaligen Arbeitgebers zu prüfen. Es soll natürlich keine verklausulierte Kritik enthalten, könne aber ansonsten durchaus ehrlich ausfallen, meint Urs. Beispielsweise könne ruhig darin stehen, dass Urs aus unternehmensstrategischen Erwägungen auch unpopuläre Entscheidungen trifft und auch gegen den Willen von Kollegen Maßnahmen durchsetzen kann, die langfristig dem Unternehmenserfolg dienen. Unter anderem dadurch sieht Urs seine Unternehmerkompetenz gewürdigt. Aber das Zeugnis ist für ihn nur eine Formsache, ein Art rechtlicher Absicherung. Viel wichtiger ist ihm das persönliche Empfehlungsschreiben eines Verwaltungsrats, der noch dazu auch gern persönlich über Urs und seine Qualitäten Auskunft gibt. Insgesamt hat Urs schon drei gewichtige Referenzgeber und damit Fürsprecher aus der Riege der schweizerischen Verwaltungsräte gewonnen. Seiner weiteren beruflichen Entwicklung im internationalen und Schweizer Topmanagement steht nichts im Wege.

Zögern Sie also nicht, bei weiteren Unklarheiten oder Interesse mit uns in Kontakt zu treten.