Tipp Nr.2: Bevorzugen Sie die englische Sprache

Das Ausstellen von qualifizierten Arbeitszeugnissen kennt man im nicht deutschsprachigen Ausland – wie bereits erwähnt – kaum, selbst wenn es sich um eine Tochterfirma eines deutschen, schweizerischen oder österreichischen Unternehmens handelt. Entsprechend wird nahezu jeder Arbeitgeber, den Sie mit einem Zeugniswunsch konfrontieren, befremdet oder hilflos reagieren.

Eventuell wird Ihnen Ihr Arbeitgeber vorschlagen, dass Sie selbst einen Text verfassen, der dann gegebenenfalls nur noch leicht abgeändert und unterschrieben wird. Konzipieren Sie diesen als Referenz oder Empfehlungsschreiben. Beide lassen sich an das deutsche Arbeitszeugnis anlehnen, indem Sie die typischen Kernsätze sinngemäß übernehmen, aber nicht 1:1 übertragen. Versuchen Sie, den Text möglichst kurz zu halten und sich auf das Wesentliche zu beschränken. So erhalten Sie ein brauchbares Dokument, das Sie auch in Deutschland einsetzen können.

Aber bevorzugen Sie Englisch: Im Gegensatz zu Deutsch wird Englisch bekanntermaßen fast überall auf der Welt gesprochen, so dass die Verständlichkeit und Aussagefähigkeit Ihrer Unterlagen in englischer Sprache im Zweifelsfall am höchsten ist. International bewanderte Zeugnisaussteller wissen außerdem um die Kompliziertheit des deutschen qualifizierten Arbeitszeugnisses, so dass englischsprachige Zeugnisversionen unter Umständen ehrlicher ausfallen. Wählen Sie also für Auslandseinsätze am ehesten die englische Sprache für ein Arbeitszeugnis, auch wenn Sie vielleicht am Ende gar nicht in ein anglo-amerikanisches Unternehmen gehen.